In Hamburg sagt man Tschüss

Abschied vom Wilhelmsburger Honig

Liebe Freundinnen und Freunde des Honigs,

liebe Wegbegleiter,

 

manchmal zwingt einen das Leben dazu, Entscheidungen zu treffen, die man sich so nie gewünscht hat. Wie viele von euch wissen, war das Imkern für mich immer eine absolute Herzensangelegenheit. Mit wie viel Leidenschaft und Begeisterung ich dabei war, habt ihr sicher bei jedem Glas Honig gespürt. Umso schwerer fällt es mir heute, diese Zeilen zu schreiben.

 

Ein Rückblick auf ein schweres Jahr

Das letzte Jahr war für uns als Familie extrem kräftezehrend. Dabei war die Arbeit mit den Bienen eigentlich immer der perfekte Ausgleich. Doch uns wurden privat so viele Knüppel und Baumstämme in den Weg gelegt, dass die Belastungsgrenze erreicht ist. Leider nehmen diese Ereignisse derzeit kein Ende; es sind Dinge passiert, die so viel Kraft und Energie gekostet haben, dass wir nun die Reißleine ziehen müssen.

 

Ein notwendiger Schlussstrich

Wir haben lange gerungen und es hat viel Zeit gekostet, diesen Schritt wirklich zu gehen, weil unser Herz so sehr an diesem Projekt hängt. Aber wir müssen jetzt an uns selbst denken, uns zurückziehen und versuchen, neue Kraft zu sammeln. Wie es am Ende ausgeht, wissen wir heute noch nicht – aber für den Moment müssen wir einen klaren Schlussstrich ziehen.

 

Wie geht es mit dem Honig weiter?

Auch wenn ich meine Aktivitäten von heute auf morgen eingestellt habe, gibt es noch einen kleinen Trost:

In diesem Jahr wird es noch Honig geben.

Bitte seht von spontanen Anrufen ab. Ich kann Bestellungen nicht mehr per Telefon abwickeln.

Ihr könnt euch gerne per E-Mail (info@wilhelmsburgerhonig.de) melden, die Adresse ist bis Ende des Jahres geschaltet. Ich sende euch dann alle Informationen zu, wie ihr noch Honig beziehen könnt.

 

Es war eine wunderschöne Zeit mit euch, die mir unglaublich viel Spaß gemacht hat. Danke für eure Treue, euer Verständnis und die vielen tollen Begegnungen.

 

Wie man hier bei uns im Norden so schön sagt: In Hamburg sagt man Tschüss.

 

Herzlichst,

 

Euer Carsten Lewerenz